Bist du sicher, dass du das essen kannst? Essen gehen mit Nicht-Diabetikern – Typ-1-Stil
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Alles rund um Diabetes

Bist du sicher, dass du das essen kannst? Essen mit Nicht-Diabetikern

Veröffentlicht: 08. Januar 2022, Autor: Charlie Cawsey
Das Essen mit Nicht-Diabetikern kann für uns, die wir mit Typ-1-Diabetes leben, manchmal eine Herausforderung sein. Eine Frage, die uns häufig gestellt wird, lautet:

Warum fragen die Leute: „Kann man das essen?“

Wenn ein Nicht-Diabetiker fragt: „Kannst du das essen?“, möchte er oft helfen und nicht kritisieren. Möglicherweise weiß er nicht viel über die Regulierung des Blutzuckerspiegels oder darüber, wie moderne Technologien wie kontinuierliche Glukosemessgeräte (CGMs) funktionieren. Die Frage kann frustrierend sein, besonders wenn sie ständig gestellt wird, aber sie entspringt in der Regel der Sorge und Fürsorge.

Ihre Sichtweise verstehen

Nicht-Diabetiker wissen vielleicht nicht, dass wir unseren Blutzucker mithilfe von Insulin regulieren, je nach dem Kohlenhydratgehalt der von uns verzehrten Lebensmittel. Ihnen ist wahrscheinlich nicht bewusst, dass nicht das Essen selbst das Problem ist, sondern vielmehr, wie wir als Reaktion darauf mit Insulin umgehen. Ein wenig Aufklärung kann viel dazu beitragen, dass gemeinsame Mahlzeiten weniger unangenehm werden.

Hier ist eine kurze Erklärung: Wir können essen, was wir wollen; wir müssen nur unseren Insulinspiegel richtig regulieren.

So reagieren Sie selbstbewusst

Wenn dich jemand fragt, ob du ein bestimmtes Lebensmittel essen kannst, kannst du wie folgt selbstbewusst mit der Situation umgehen, den anderen aufklären und dabei eine positive Haltung bewahren.

Verwenden Sie eine selbstbewusste Sprache

Erkläre, dass du dank Technologien wie CGMs (z. B. Dexcom oder Freestyle Libre) in Echtzeit Einblick in deine Blutzuckerwerte erhältst. Du könntest beispielsweise Folgendes sagen:

„Natürlich kann ich das essen. Ich habe einen Sensor, der meinen Blutzucker misst, und ich weiß anhand dessen, was ich esse, wie viel Insulin ich brauche.“

Das zeigt, dass Sie die Situation im Griff haben, und gibt ihnen die Gewissheit, dass Sie genau wissen, wie Sie mit Ihrem Diabetes umgehen müssen.

Seien Sie der Experte im Raum

Eine der einfachsten Möglichkeiten, anderen die Sorgen zu nehmen, besteht darin, ihnen zu zeigen, dass man alles im Griff hat. Wenn du zum Beispiel gerade einen Burger isst, kannst du ganz beiläufig erklären:

„Dieser Burger enthält etwa 60 Gramm Kohlenhydrate, daher werde ich jetzt X Einheiten Insulin spritzen. Da er viel Fett enthält, werde ich später vielleicht noch eine zweite Dosis spritzen, wenn das Fett meinen Blutzucker beeinflusst.“

Wenn Sie solche Details mitteilen, erkennen Nicht-Diabetiker, dass Sie wissen, was Sie tun. In den meisten Fällen beendet dies das Gespräch und beruhigt sie.

Was Nicht-Diabetiker über die Blutzuckerkontrolle wissen sollten

Es kommt nicht so sehr darauf an, was du isst, sondern darauf, wie viel Insulin du spritzt. Sowohl eine große Mahlzeit, wie zum Beispiel eine Pizza, als auch ein kleiner Snack, wie zum Beispiel eine Banane, erfordern die richtige Insulindosis. Wenn du die Dosis falsch berechnest, steigt dein Blutzucker stark an, unabhängig davon, was du gegessen hast.

Was die Leute wirklich fragen

Wenn Nicht-Diabetiker fragen: „Kannst du das essen?“, drücken sie damit oft ihre Sorge aus. Sie möchten die Gewissheit haben, dass es dir gut geht, dass du deinen Diabetes gut im Griff hast und dass nichts schiefgehen wird.

Hier sind ein paar kurze Fakten, die Sie weitergeben können:

  • CGMs: Sie überwachen Ihren Blutzucker ständig.
  • Insulinmanagement: Sie wissen genau, wie viel Insulin Sie einnehmen müssen.
  • Sich spontan anpassen: Sie sind es gewohnt, sich an die Schwankungen Ihres Blutzuckerspiegels anzupassen.

Umgang mit Ängsten im Zusammenhang mit Diabetes (für beide Seiten)

Man muss sich bewusst machen, dass dieses ständige Nachfragen oft aus einem Gefühl der Angst heraus entsteht. Wir alle verspüren von Zeit zu Zeit Angst, und im Jahr 2022 scheint dies fast schon allgegenwärtig zu sein. Gerade die Menschen, die dir am meisten am Herzen liegen, fühlen sich möglicherweise dafür verantwortlich, dass es dir gut geht – und genau deshalb stellen sie dir diese – gelinde gesagt – nervigen Fragen.

Tipps, um ihre Sorgen zu lindern

Hier sind einige Tipps, wie Sie die Ängste Ihrer Kinder (und Ihre eigenen!) während einer Mahlzeit in den Griff bekommen können:

  • Beruhigen Sie sie: Lassen Sie sie wissen, dass Sie alles im Griff haben und dass Sie ihre Sorge zwar zu schätzen wissen, sie aber nicht notwendig ist.
  • Kläre sie auf: Erklären Sie ihnen behutsam, dass Ihr Blutzuckerspiegel durch sorgfältige Insulinberechnungen geregelt wird und sie sich keine Sorgen um Ihre Ernährungsgewohnheiten machen müssen.
  • Erkläre es gleich zu Beginn: Manchmal kann es helfen, gleich zu Beginn der Mahlzeit einen kleinen Einblick zu geben, um zu verhindern, dass die Frage später aufkommt.

Praktische Tipps für den Restaurantbesuch

Auswärts essen kann gewisse Herausforderungen mit sich bringen, aber mit ein paar cleveren Strategien lassen sich diese Situationen problemlos meistern.

Vorab-Bolus und Zeitplanung

Eine der häufigsten Herausforderungen tritt auf, wenn man vor einer Mahlzeit einen Vorbolus abgibt, in der Erwartung, dass das Essen bald serviert wird, es sich aber verzögert. Das kennen wir alle – das bange Warten, während der Blutzucker sinkt.

Profi-Tipp: Wenn Sie Ihr Essen bestellen, sagen Sie dem Kellner, dass Sie Diabetiker sind, und bitten Sie ihn, Sie zu informieren, wann das Essen serviert wird. Sie können auch nach Nährwertangaben fragen, um Ihren Insulinbedarf genauer berechnen zu können.

Gehen Sie proaktiv mit Nährwertangaben um

Wenn in einem Restaurant die Nährwertangaben nicht auf der Speisekarte aufgeführt sind, bitten Sie das Personal, in der Küche auf der Verpackung nachzusehen. Viele Restaurants sind gerne bereit zu helfen, wenn Sie erklären, warum Sie diese Informationen benötigen. Wenn Sie proaktiv handeln, können Sie unerfreuliche Blutzucker-Überraschungen vermeiden, die niemand gerne erlebt!


Was man Nicht-Diabetikern antworten sollte, wenn sie fragen: „Kannst du das essen?“

Wenn jemand fragt: „Kannst du das essen?“, ist eine einfache, selbstbewusste Antwort wie „Ja, ich habe das im Griff“ Wunder wirken. Zu erklären, dass man seinen Blutzucker durch Insulin reguliert und dass es nicht um das Essen an sich geht, reicht oft schon aus, um die anderen zu beruhigen.

Wichtige Punkte, die Sie beachten sollten

  • Du kannst essen, was du willst – entscheidend ist das Insulin.
  • Es geht nicht um das Essen, sondern darum, die richtige Insulindosis zu berechnen.
  • Die Leute stellen diese Fragen, weil sie sich Sorgen machen und helfen wollen.

Zusammenfassung: Beruhigen und Aufklären

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn dich das nächste Mal jemand fragt: „Kannst du das essen?“, denk daran, dass diese Frage aus Sorge gestellt wird. Nutze die Gelegenheit, um die Person aufzuklären, sie zu beruhigen und sie daran zu erinnern, dass du der Experte bist, wenn es um den Umgang mit deinem Diabetes geht.

Wenn du das konsequent so machst, wirst du irgendwann weniger Fragen bekommen, und die Menschen in deiner Umgebung werden darauf vertrauen, dass du genau weißt, was du tust. So können alle das Essen genießen, ohne sich unnötige Sorgen zu machen oder Fragen zu stellen.

Liste der Kurztipps:
  1. Antworte selbstbewusst, wenn du nach Essen gefragt wirst.
  2. Erziehen Sie behutsam und verwenden Sie eine einfache Sprache.
  3. Fragen Sie beim Essen außer Haus vorsorglich nach den Nährwertangaben.
  4. Nutzen Sie Technologien wie CGMs, um den Blutzucker in Echtzeit zu kontrollieren.
  5. Vermitteln Sie Ihren Mitmenschen mit Ihrem Wissen und Ihrer Souveränität ein Gefühl der Sicherheit.

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