Als bei meinem Kind Typ-1-Diabetes diagnostiziert wurde – Typ-1-Stil
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Geschichten zum Thema Diabetes

Als bei meinem Kind Typ-1-Diabetes diagnostiziert wurde

Published: 02 Jun 2021, Author: Charlie Cawsey

Megans Geschichte über die Diagnose ihrer Tochter C

Bei meiner 12-jährigen Tochter C wurde im März 2021 Typ-1-Diabetes diagnostiziert. Mein Mann und ich wurden von dieser Diagnose völlig überrascht. Zuerst dachten wir, sie würde die Pubertät durchlaufen, dann, sie hätte aufgrund ihres Gewichtsverlusts eine Essstörung, bis schließlich die Diagnose Typ-1-Diabetes gestellt wurde. In den Stunden nach der Diagnose und während der langen Fahrt im Krankenwagen zu einem Krankenhaus, in dem wir lernen konnten, mit unserer neuen Lebensrealität umzugehen, waren mein Kopf und mein Herz von Emotionen und Fragen überwältigt. Ich fragte mich, warum mir nicht in den Sinn gekommen war, dass es sich um Typ-1-Diabetes handeln könnte. Ich fühlte mich unglaublich schuldig, dass ich so lange gewartet hatte, bevor ich sie untersuchen ließ.

Aber was würde das für C bedeuten?

Dann begann ich, mir Gedanken über die WICHTIGEN Dinge zu machen. Würde sie Kinder bekommen können? Müsste sie mehr für ihre Lebensversicherung bezahlen, weil sie Diabetikerin ist – eine Erkrankung, um die sie nicht gebeten hat und über die sie keine Kontrolle hat? Ist es für ihre zukünftige Mitbewohnerin im Studentenwohnheim eine zu große Belastung, dass sie Diabetikerin ist? Für ihren zukünftigen Ehepartner? Und wie sieht es damit aus, eines Tages Ballkleider anzuprobieren?

Müssen wir vielleicht eines kaufen, unter dem ihr Dexcom verborgen bleibt? Oder bekommt sie ihr Wunschkleid nicht, weil es an ihrem Dexcom reibt? Da gehen einem einfach so viele Gedanken durch den Kopf.

Ich möchte, dass andere Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes – insbesondere diejenigen, deren Kinder gerade erst die Diagnose erhalten haben – wissen, dass es völlig in Ordnung ist, solche Ängste zu haben.

Wir haben allen Grund, über all diese Dinge nachzudenken. Vor fünf Jahren machte eine Kollegin von mir genau dasselbe durch, als bei ihrer fünfjährigen Tochter Typ-1-Diabetes diagnostiziert wurde. Ich sagte ihr, dass ihre Tochter ein ganz wunderbares Leben führen kann und wird. Sie wird all das tun, wozu sie bestimmt ist, und all das, was sie auch vor dieser Veränderung tun konnte.

Ich sagte ihr, dass das Leben ihrer Tochter vielleicht nicht so aussehen würde, wie sie es sich ursprünglich vorgestellt hatte, dass sie aber trotzdem der unglaubliche Mensch bleiben würde, zu dem sie bestimmt war ungeachtet des Typ-1-Diabetes. Das sage ich mir heute und jeden Tag, seit bei meinem eigenen Kind die Diagnose gestellt wurde, auch selbst.

 

Die Botschaft

Megans Geschichte über die Diagnose ihrer Tochter C verdeutlicht den emotionalen Weg, den Eltern durchlaufen. Typ-1-Diabetes betrifft nicht nur den Patienten selbst, sondern die gesamte Familie – insbesondere, wenn der Patient noch so jung ist. Als Bezugspersonen müssen wir stark sein für unsere Kinder und Angehörigen, die sich an ihre neue Normalität gewöhnen, aber man darf nicht vergessen, dass wir nicht unerschütterlich und unverwundbar sind. Psychische Gesundheit betrifft jeden. Es ist in Ordnung, sich mal nicht gut zu fühlen, wann immer wir das brauchen. Wir werden immer für unsere Kinder und Angehörigen da sein, und das ist es, was zählt. Letztendlich sind es Menschen wie Megan, die den Alltag meistern, und das Ergebnis ist wunderbare und liebevolle Fürsorge. Ganz gleich, was Sie gerade durchmachen – es ist nur vorübergehend, und genau wie Megan können Sie es schaffen.

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